Politik

CSU-Politiker Uhl: Schuldenschnitt für Griechenland denkbar

GDN - Als erster führender Unionspolitiker macht sich der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl für einen Schuldenschnitt für Athen stark. "Griechenland muss raus aus dem Euro. Mit allem anderen tun wir den Griechen keinen Gefallen", sagte Uhl der "Bild" (Mittwoch).
"Allein zu diesem Zweck ist ein teilweiser Schuldenschnitt denkbar." Uhl betonte, er habe "erhebliche Zweifel, dass die Griechen ihre Schulden jemals zurückzahlen können oder wollen". Ein Schuldenerlass könne deshalb nur in Verbindung mit einem Grexit gewährt werden, weil sonst "alte Schulden gestrichen würden, nur um neue Euro-Schulden aufzutürmen". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach den Verhandlungen mit Athen am Dienstag einen Schuldenschnitt für das Land erneut kategorisch ausgeschlossen: "Ein Haircut kommt nicht infrage. Das ist ein Bailout innerhalb der Währungsunion und das ist verboten", sagte die Kanzlerin.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.