Politik
SPD erhöht Druck auf Griechenland
GDN -
In der SPD wächst die Verärgerung über den Kurs der griechischen Regierung im Schuldenstreit mit seinen Gläubigern. "Auch unsere Geduld ist nicht grenzenlos", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, der "Welt am Sonntag".
Noch deutlicher wird der haushaltspolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Johannes Kahrs: Der griechische Finanzminister Janis Varoufakis habe viel Porzellan im Bundestag und der deutschen Bevölkerung kaputtgeschlagen. "Da wird es schwerer, Kollegen in der Fraktion für weitere Hilfen zu mobilisieren", sagte Kahrs. Zuvor waren solche Töne vor allem aus der Unionsfraktion gekommen. "Auch wir regen uns zum Teil maßlos über die griechische Regierung auf", sagte Kahrs weiter. So sei Varoufakis "ein politischer Irrläufer ersten Ranges". Die SPD werde ihre Zustimmung zu weiteren Griechenland-Hilfen davon abhängig machen, "ob wir das Verhandlungsergebnis guten Gewissens unterstützen können". Der Chef des SPD-Wirtschaftsforums, Michael Frenzel, sieht im Schuldenstreit mit Griechenland eine rote Linie erreicht. "Es gibt Grenzen für Zugeständnisse. Die Bereitschaft zu weiteren Kompromissen sollte erschöpft sein", sagte Frenzel.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



