Politik
Union erhöht in Edathy-Affäre Druck auf Oppermann
GDN -
In der Affäre um den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy erhöht die Union den Druck auf SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. "Für mich steht der Verdacht im Raum, dass die SPD-Spitze, allen voran Thomas Oppermann, bereits von den Ermittlungen gegen Edathy Kenntnis hatte, bevor Friedrich überhaupt involviert war", sagte Armin Schuster, Unions-Obmann im Edathy- Untersuchungsausschuss, dem "Spiegel" zufolge.
Im Zuge der Edathy-Affäre musste der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich im Februar 2014 zurücktreten, weil er im Oktober 2013 Informationen über den Verdacht gegen Edathy an SPD-Chef Sigmar Gabriel weitergegeben haben soll. "Es ist sehr nahe liegend, dass die erste Information an die SPD-Spitze nicht von Herrn Friedrich kam", wird auch Michael Frieser im "Spiegel" zitiert. Der CSU-Mann ist stellvertretender Vorsitzender des Edathy-Ausschusses. "Die entscheidende Frage ist: Hat die SPD nur darauf gewartet, dass Friedrich etwas sagt?" Kommende Woche werden sowohl Oppermann als auch SPD-Chef Sigmar Gabriel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor dem Untersuchungsausschuss erwartet.
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