Politik

Liberale und Linke kritisieren Verschleppung bei Aufklärung der Luxleaks-Affär

GDN - Liberale und Linke haben die Verschleppungstaktik der Luxemburger Behörden bei der Aufklärung der Luxleaks-Steueraffäre heftig kritisiert. "Unsere Arbeit wird systematisch hintergangen", sagte der Linken-Europaabgeordnete Fabio De Masi der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe).
Der FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer erhob zudem schwere Vorwürfe gegen den Vorsitzenden des parlamentarischen Sonderausschusses, den französischen Christdemokraten Alain Lamassoure, und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD). "Die Arbeit wird immer wieder durch Interventionen vor allem der beiden großen Fraktionen gebremst. Ich kann nur wiederholen: Der Ausschussvorsitzende Lamassoure und Parlamentspräsident Martin Schulz müssen den maximal möglichen Druck machen", sagte Theurer dem Blatt. Die Luxleaks-Affäre rund um Steuerrabatte für Großkonzerne im Großherzogtum war im vergangenen November bekannt geworden. Das Europaparlament hatte daraufhin einen Sonderausschuss eingerichtet.
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