Politik
Parteienforscher: AfD ohne Lucke chancenlos
GDN -
Der Duisburger Parteienforscher Karl-Rudolf Korte räumt einer AfD ohne deren Bundesvorsitzenden Bernd Lucke keine großen Chancen ein. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte er, der Parteimitgründer stehe für einen wirtschaftsliberalen Kurs, der mit der Eurokritik eine Alleinstellung im Parteiensystem habe.
"Je mehr die Partei islamkritisch und rechtspopulistisch daherkommt, umso mehr wird sie nicht mehr in der Mitte wählbar sein." Zuvor hatte Lucke dem rechten Parteiflügel den Kampf angesagt, der seit Monaten für Querelen sorgt. Angeblich erwägt Lucke sogar den Austritt und die Gründung einer neuen Partei. Korte sprach von "erwartbaren Auseinandersetzungen". Er sagte: "Es ist typisch, dass inhaltlich auch über Personen gerungen wird, wenn man eine so junge Partei ist. Das haben alle anderen etablierten Parteien auch hinter sich."
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