Politik
Verdi-Chef Bsirske sorgt für Ärger bei SPD
GDN -
In der SPD-Bundestagsfraktion wächst der Groll über Verdi-Chef Frank Bsirske. Die Gewerkschaft hat gemeinsam mit der Bergbau arbeitnehmervertretung IG BCE die Beschäftigten der Braunkohlekraftwerke für kommenden Samstag zu einer Großdemonstration gegen "Massenentlassungen und für soziale Sicherheit" in Berlin aufgerufen.
Die Kundgebung richtet sich gegen den Vorschlag von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), die ältesten Braunkohlekraftwerke mit einer Klimaschutzabgabe zu belegen. Verdi nennt die Abgabe "Strafzoll". "Die Gewerkschaften agieren mit ähnlichen Reflexen wie beim Atomausstieg", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ute Vogt dem "Spiegel", "sie betonen lediglich die theoretisch denkbaren Probleme, aber nicht die Chancen der Energiewende." Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, nannte es gegenüber dem "Spiegel" sehr fragwürdig, wie Bsirske agiere: "Ein Gewerkschaftsführer sollte auch die ökologischen Herausforderungen annehmen."
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