Politik
Bolton und Stein kritisieren Atom-Kompromiss mit dem Iran
GDN -
Drei Tage nach der Atom-Einigung mit dem Iran wächst die Kritik am Ergebnis der Verhandlungen. John R. Bolton, Ex-US-Staatssekretär für Rüstungsfragen und ehemaliger Botschafter bei den Vereinten Nationen, sagte "Bild am Sonntag": "Es ist irrig, zu glauben, der Iran würde sich an ein wie auch immer geartetetes Abkommen über sein Atomwaffenprogramm halten. Er hat seine internationalen Verpflichtungen stets missachtet."
Shimon Stein, Israels Botschafter in Deutschland von 2001 bis 2007, sagte "Bild am Sonntag": "Was in Lausanne entschieden wurde, reicht noch nicht aus, um zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Nuklearwaffen kommt." So gebe es unter anderem bei der Frage nach effektiven Kontrollen und Sanktionen noch viele "Lücken". Dies müsse bis zum endgültigen Abkommen Ende Juni geklärt werden. Stein: "Wenn da nicht nachgebessert wird, werden die Verhandlungen als Armutszeugnis in die Geschichte eingehen." Die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland hatten sich am Donnerstag mit dem Iran in Lausanne auf Eckpunkte für ein Rahmenabkommen geeinigt. Es sieht strenge Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor. Im Gegenzug sollen die Iran-Sanktionen gelockert werden.
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