Politik
Albig traut SPD keinen Sieg gegen Merkel zu
GDN -
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) traut den Sozialdemokraten nicht zu, die amtierende Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel bei einer Bundestagswahl zu besiegen. "Frau Merkel verkörpert geradezu idealtypisch, was die Deutschen sich in dieser Rolle erwarten", sagte Albig der "Welt".
"Wenn sich die Bürger einen Kanzler malen könnten, käme sicher so etwas wie Frau Merkel dabei raus. Es ist schwer, gegen diesen Idealtypus eine Wahl zu gewinnen." Allerdings werde auch Merkel "nicht ewig regieren", fügte Albig hinzu, "und hinter ihr ist in der CDU nur ein großes, schwarzes Loch". Albig nannte als Wahlziel eine maßgebliche Regierungsbeteiligung der SPD. "Wir müssten doch bescheuert sein, in Sack und Asche zu gehen nach der ersten Phase dieser großen Koalition", sagte er. "Wir haben fast so viel sozialdemokratische Politik durchgesetzt wie mit einer absoluten Mehrheit." Vielleicht müsse man noch eine Weile warten, bis man wieder Autogrammkarten eines sozialdemokratischen Kanzlers verteilen könne. Solange dafür aber der Mindestlohn für die Arbeitnehmer durchgesetzt worden sei, könne Albig "damit ganz gut leben".
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