Politik
Unionspolitiker kritisieren Pläne der AfD zur Gründung einer Erasmus-Stiftung
GDN -
Der Plan der AfD, eine politische Stiftung unter dem Namen "Erasmus" zu gründen, wird von der Union heftig kritisiert. "Erasmus von Rotterdam war ein feinsinniger und kluger Mann der leisen Worte - das ist wirklich das Gegenteil der heutigen AfD-Funktionäre", sagte der Vize-Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer (CDU), dem Nachrichtenmagazin Focus.
Der Name der Stiftung diskreditiere im Übrigen das gleichnamige Studenten-Austauschprogramm. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Stefan Müller (CSU), mutmaßt, die AfD versuche, sich mit dem Namen "eine Art pro-europäisches Mäntelchen umzuhängen". Müllers Prognose: "Es ist zu erwarten, dass diese Stiftung ihrem Namen nicht gerecht wird." Der AfD zufolge stehe der Name für die pro-europäische, aber Euro-kritische Haltung der Partei. Die Stiftung solle "die staatsbürgerliche Bildung fördern, wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben, der internationalen Verständigung dienen sowie die Aus- und Weiterbildung begabter junger Mensch unterstützen", heißt es in einer Erklärung.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



