Politik
Trittin verurteilt Forderungen nach Waffenexporten in die Ukraine
GDN -
Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat die anhaltenden Forderungen nach Waffenlieferungen an die Ukraine scharf verurteilt. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) forderte Trittin Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf, in diesem Punkt Klartext zu reden.
Der Konflikt in der Ukraine könne nur politisch, nicht aber durch Auf- und Ausrüstung beendet werden. Die vom Kongress in den USA angestrebten und von einigen in der Ukraine erhofften Waffenimporte verlängerten den Konflikt nur. Zudem würden Europas Bemühungen zur Eindämmung der Krise konterkariert. Trittin lehnte ferner pauschale Verlängerungen von Sanktionen gegen Russland ab. Diese würden der fragilen Lage nicht gerecht. "Die EU muss sich weiter die Möglichkeit offen halten, Sanktionen flexibel anzupassen oder im besten Fall auch schrittweise zurücknehmen zu können", sagte Trittin.
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