Politik
EU-Grenzschützer nehmen IS-Drohung ernst
GDN -
Die für den Schutz der EU-Außengrenzen zuständige Agentur Frontex nimmt die Warnung der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) ernst, Kämpfer über Flüchtlingsströme nach Europa zu schicken. "Die Gefahr der Einreise solcher Kämpfer besteht grundsätzlich an allen EU-Außengrenzen", sagte Frontex-Chef Klaus Rösler der "Welt".
Bislang sei allerdings noch kein solcher Fall festgestellt worden. Dennoch müsse etwa mit den italienischen Behörden überlegt werden, "wie es zum Beispiel gelingen kann, nach der Ankunft in Sizilien schneller die Identität eines Flüchtlings festzustellen". In diesem Zusammenhang plädiert der Frontex-Chef auch für die von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) geforderte Einrichtung von Flüchtlingszentren in den Transitländern. "Jede Maßnahme, die zur geregelten Steuerung von Migrantenströmen beiträgt, ist in unserem Interesse. Das würde es auch uns erleichtern, uns auf die kriminellen Machenschaften zu konzentrieren", sagte Rösler der Zeitung. Den Angaben zufolge sind im vergangenen Jahr von Frontex rund 283.000 Menschen illegale Einreisen festgestellt worden - im Jahr 2013 waren es noch 107.000.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



