Politik
Erbschaftsteuer: Unternehmer setzen auf Hilfe der Länder
GDN -
Die Unternehmerverbände setzen bei ihrem Widerstand gegen die Erbschaftsteuerpläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf die Bundesländer. Wenige Tage vor einem dem Treffen zwischen Schäuble und seinen Länderkollegen forderte Lutz Goebel, Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer", vor allem die Länder Bayern, Baden-Württemberg und Hessen auf, "Herrn Schäuble ins Gewissen zu reden": Dort habe man verstanden, "dass unsere einzigartige Finanzierungskultur in Deutschland langfristig angelegt ist und nicht durch eine Verschärfung der Erbschaftsteuer gefährdet werden darf", sagte Goebel dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).
Goebel sieht vor allem in den Vorschlägen des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer (CDU) ein geeignetes Gegenmodell zu Schäuble, der laut Goebel "weit über die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts hinausschießt". Schäfer hatte in der Vorwoche ebenfalls im "Tagesspiegel" einen Freibetrag von 100 Millionen Euro je Erbfall vorgeschlagen. Zudem lehnt der hessische Minister die von Schäuble vorgesehene vollständige Einbeziehung von Privatvermögen in die Bedürfnisprüfung strikt ab.
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