Politik

Stegner kündigt Widerstand der SPD gegen Soli-Pläne an

SPD-Logo im Willy-Brandt-Haus
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Der SPD-Vize Ralf Stegner hat den entschiedenen Widerstand der SPD und der Länder gegen die Pläne der Unionsspitze zur Abschaffung des Solidaritätszuschlags angekündigt. "Dieses Soli-Versprechen von Angela Merkel und Horst Seehofer ist nicht sinnvoll. Dafür wird es keine Einigung mit der SPD geben", kündigte Stegner im Gespräch mit den "Lübecker Nachrichten" (Donnerstagausgabe) an.
Die Länder hätten scharfe Schuldenbremsen, anders als der Bund. Es gebe zugleich massiven Nachholbedarf bei der Infrastruktur und bei der Bildung. "Erkennbar wird jetzt die nächste Wahlkampflinie der Union: Man versucht sich an der mit der FDP schon mal gescheiterten Variante Steuersenkung." Dagegen sei die SPD-Linie viel ehrlicher, den Bürgern zu sagen, dass in die Zukunft investiert werden müsse. Stegner verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Widerstandslinie im SPD-dominierten Bundesrat. "Die Union bekommt ohne die SPD für nichts eine Mehrheit im Bundesrat. Sie ist auf Länderebene eine Schrumpfgröße. Ohne uns geht nichts, auch nicht beim `Soli`", sagte Stegner. Zugleich begrüßte der SPD-Vize aber die so entstehende Möglichkeit der Profilschärfung. "Die Union ist immer noch für Ausländermaut, für Betreuungsgeld, sie ist an der Seite der Gegner von Mindestlohn und Gleichstellung. Wenn die Union sich gestrig präsentiert, ist das für die SPD die Möglichkeit, sich selbst noch mehr zu profilieren." Aufgabe der SPD sei es schließlich "nicht, sich in der Sache der Union anzunähern. Eine Union gibt es schon", hob Stegner hervor.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.