Politik
Merkel: Zusammenhalt des Irak fördern
Sie setze große Hoffnungen in die Arbeit seines Nachfolgers Haider al-Abadi. Sie glaube, erklärte Merkel, dass al-Abadi und seine Regierung die "sehr schwierige Ausgangslage" sehr gut meisterten. "Deshalb werden wir uns sehr intensiv darüber unterhalten, wie alle Bevölkerungsgruppen im Irak besser zusammenarbeiten können und ihre Meinung auch deutlich machen können." Auf die Frage, unter welchen Bedingungen die Bundesregierung die Gründung eines autonomen kurdischen Staates unterstützen würde, antwortete Merkel: "Wir arbeiten auf einen gemeinsamen Irak hin." Deutschland leiste alle Unterstützungen - auch der kurdischen Regionalregierung - nur in Absprache mit der Zentralregierung in Bagdad. Zudem lege Deutschland Wert darauf, dass sowohl Jesiden als auch Sunniten in die Ausbildung der Sicherheitskräfte einbezogen würden, "sodass es nicht nur um kurdische Kämpfer geht". Deutschland helfe im Nordirak mit Waffenlieferungen und bei der Ausbildung aus "ganz besonderer Verantwortung", so Merkel. "Denn wir wissen: Ein Teil der IS-Kämpfer kommt aus Ländern Europas und eben auch aus Deutschland." Die Entscheidung zur Hilfe sei auch deshalb mit großer Mehrheit getroffen worden, "weil das Unrecht so offensichtlich ist - und weil es auch um unsere eigene Sicherheit geht", sagte die Bundeskanzlerin. Aber es sei "kein einfacher Schritt" gewesen.
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