Politik
Top-Ökonom Sinn fordert stärkere Förderung des dritten Kindes
"Wenn man die Geburten anregen will, ist es besser, das Kindergeld für das dritte Kind statt für das erste zu erhöhen", sagte der Präsident des Münchener ifo-Instituts der "Welt am Sonntag". "Denn Geld für das dritte Kind ist auch ein Anreiz, das erste zu bekommen, aber nicht umgekehrt." In Deutschland gibt es zu wenige kinderreiche Familien. Nach den jüngsten verfügbaren Vergleichszahlen der OECD leben nur in zwölf Prozent der Familien in Deutschland drei oder mehr minderjährige Kinder. In den Niederlanden beträgt der Anteil 17 Prozent, in den USA sogar 22 Prozent. Sogar das für seine rapide demografische Alterung bekannte Japan erreicht mit 15 Prozent einen höheren Wert als Deutschland. Die vielen Kleinfamilien sind laut Experten eine Ursache dafür, dass Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten weltweit hat. Union und SPD wollen das Kindergeld erhöhen. Noch herrscht Uneinigkeit über die Höhe. Eine stärkere Staffelung steht bislang nicht zur Debatte. Derzeit beträgt die Unterstützung für das erste und zweite Kind je 184 Euro monatlich, für das dritte Kind gibt es 190 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 215 Euro.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



