Politik
Leipziger Oberbürgermeister befürchtet Imageschaden wegen Pegida
Wenn er mit Zeitungen wie dem "Guardian" oder der "New York Times" spreche, komme das Gespräch sehr schnell auf dieses Thema. "Die internationale Presse verfolgt sehr aufmerksam, was da in Deutschland los ist", so Jung, und weiter: "In einem Land, dass wir 2006 zur Fußballweltmeisterschaft als offen, herzlich, feiernd und gastfreundlich erlebt haben, ist plötzlich so eine dumpfe Abschottungssituation entstanden." Insofern sei die Diskussion um Pegida "ein deutsches und nicht nur ein ostdeutsches" Thema. "Besonders schadet es uns im Osten, denn wir brauchen die internationalen Investoren. Wir stehen im internationalen Wettbewerb." Vor rund 15 Jahren sei schon einmal die Rede vom "braunen Osten" gewesen: "Das hat uns sehr geschadet." Dialog statt weiterer Radikalisierung Jung kann sich "nicht vorstellen", dass der Leipziger Pegida-Ableger Legida noch weiter wächst. Demonstrationen und Gegendemonstrationen dürften sich nicht weiter hochschaukeln. Vielmehr gelte es, mit allen "ins Gespräch zu kommen, die denen auf den Leim gehen, die sich unter rassistischen Vorzeichen an die Spitze setzen". Es müsse gelingen, so der Leipziger Oberbürgermeister, "Menschen den Ort zu geben, wo sie ihre Ängste aussprechen können, ohne radikalisiert zu werden".
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