Politik
Kauder findet Pegida-Bewegung "unerträglich"
GDN -
Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), hat scharfe Kritik an der Bewegung der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) geübt: "Was ich in den letzten Tagen von Pegida gelesen und gehört habe, war unerträglich", sagte Kauder im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Slogans wie `Sachsen bleibt deutsch`, Attacken gegen Amerika, das Schwenken russischer Fahnen - da kommt vieles zusammen, was die Grundprinzipien und die Erfolgsbasis unseres Landes in Frage stellt."
Mit einer Politik, wie sie auf den Pegida-Kundgebungen gefordert werde, "könnten wir unseren Wohlstand nicht bewahren", warnte der Unionsfraktions-Chef. "Wir sind auf den internationalen Austausch angewiesen und dazu gehört, dass Menschen aus der ganzen Welt zu uns kommen können." Die Wortführer der Pegida-Demonstrationen nannte Kauder "Zukunftsverweigerer". Es gebe Entwicklungen, die auch ihm Sorge machten, betonte er mit Blick auf den Salafismus und Bedrohungen durch den islamistischen Terror. Dieser jedoch dürfe keinesfalls mit dem Islam oder gar mit Muslimen gleichgesetzt werden. Zur Lage in Deutschland sagte er: "Von einer Islamisierung kann keine Rede sein."
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



