Politik
Pegida dankt AfD für Dialogbereitschaft
GDN -
Die Organisatoren der Bewegung der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) haben der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen für die Einladung zum Dialog über die Ziele der Pegida gedankt. "Wir haben viele gemeinsame Schnittmengen bei den Themen Einwanderungs- und Asylpolitik festgestellt", sagte Pegida-Mitorganisatorin Kathrin Oertel mit Blick auf ein Gespräch zwischen sieben Pegida-Organisatoren und Politikern der sächsischen AfD. "Wir sind uns darüber hinaus einig, dass wir beim Thema Innere Sicherheit immensen Nachholbedarf haben", so Oertel weiter.
Allerdings seien die Pegida-Organisatoren und die AfD auch bei den Themen Gender Mainstreaming und direkte Demokratie "nah beieinander", betonte sie. Oertel kündigte zudem an, Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) "trotz der in der Presse zitierten Ablehnung des Dialogs offiziell einzuladen". Mit Blick auf den Pariser Terroranschlag vom Mittwoch, bei dem mindestens zwölf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt wurden, rief Oertel dazu auf, bei der Dresdner Pegida-Demo am kommenden Montag mit Trauerflor zu erscheinen. "Wir verurteilen den feigen Anschlag von Paris und werden die Opfer mit einer Schweigeminute ehren. Wir haben es nicht nötig, darauf hinzuweisen, dass es uns aus diesem Grunde gibt. Darauf kommen mündige Bürger von selbst", so Oertel. "Wir wollen in einem friedlichen Europa leben, in dem jeder unabhängig von seiner Hautfarbe und seiner Religion willkommen ist - wenn er sich an unsere christlich-abendländischen Werte hält."
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