Politik
Lob für Merkels Pegida-Äußerung von SPD und Linkspartei
GDN -
SPD und Linkspartei haben sich zustimmend zur scharfen Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Pegida-Bewegung geäußert. "Es ist gut, dass die Kanzlerin klare Worte zu Pegida gesagt hat. Die Vorstellungen von Pegida sind zum Teil menschenverachtend. Ihre Anhänger tragen diffuse Ängste auf dem Rücken der Schwächsten aus", sagte die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Christine Lambrecht, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z., Freitagsausgabe).
"Es ist wichtig, dass mit Argumenten dagegen gehalten wird. Denn es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich diese Menschen nicht endgültig von der Politik abwenden." Die SPD-Politikerin übte scharfe Kritik an der Partei "Alternative für Deutschland": "Dass ein Teil der AfD die Pegida-Demonstrierenden unterstützt und sich nicht davon distanziert, offenbart das wahre Gesicht der AfD. Das ist unerträglich." Merkel hatte in ihrer Neujahrsansprache davor gewarnt, an Pegida-Kundgebungen teilzunehmen. Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, fand ebenfalls zustimmende Worte. "Merkels Abgrenzung von Pegida war überfällig", sagte er der F.A.Z. Mit Blick auf Äußerungen des stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, der Merkel wegen ihrer Neujahrsansprache scharf angegriffen hatte, sagte Riexinger: "Die Kritik von Gauland ist verräterisch. Die AfD mutiert immer mehr zum parlamentarischen Arm der rechten Brandstifter. Gauland ist Pegida in Nadelstreifen." Pegida sei jedoch auch "ein Geschöpf des Merkelismus". Auf die Kanzlerin gemünzt sagte der Linken-Vorsitzende: "Sie und ihre Leute predigen Tag und Nacht eine Politik der kalten Herzen gegen die Griechen. Da muss man sich dann über die organisierte Kaltherzigkeit von Pegida und AfD nicht mehr wundern."
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