Politik
Griechenland: Auch zweiter Präsidenten-Wahlgang gescheitert
GDN -
Im griechischen Parlament ist auch der zweite Anlauf zur Wahl eines neuen Staatsoberhauptes gescheitert. Der ehemalige EU-Kommissar und einzige Kandidat für das Präsidentenamt, Stavros Dimas, verfehlte die notwendige Mehrheit von 200 Stimmen am Dienstag deutlich: Lediglich 168 Parlamentarier votierten für ihn.
Dies waren sechs Stimmen mehr als im ersten Wahlgang. Im Athener Parlament haben die Regierungsparteien, die Dimas als Kandidaten aufgestellt hatten, zusammen 155 Sitze und sind bei der Wahl eines Präsidenten damit auf Stimmen aus der Opposition angewiesen. Im dritten Wahlgang, der am 29. Dezember stattfinden soll, benötigt Dimas nur noch 180 Stimmen. Sollte er auch in diesem Wahlgang scheitern, muss das Parlament laut der griechischen Verfassung aufgelöst und anschließend neu gewählt werden. Die linke Syriza-Partei hofft auf Neuwahlen: In Umfragen liegt die Oppositionspartei vorne, die das Ende der Sparpolitik in Griechenland verspricht.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



