Politik

Unions-Politiker sehen Eon-Pläne skeptisch

Eon-Logo
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - In der Union wächst das Misstrauen gegen die Entscheidung des Eon-Konzerns, die Atom- und Kohlesparte in eine eigene Gesellschaft zu überführen. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", alleine mit Wind, Sonne und Importstrom sei eine sichere Versorgung des Industriestandorts Deutschland nicht zu garantieren.
"Wir brauchen weiter konventionelle Kraftwerke." Fraglich sei auch, ob die finanziellen Reserven der Atomkonzerne noch ausreichten, um die milliardenschweren Nuklearrisiken zu finanzieren. "Es muss klar sein, dass sich Eon durch die Abspaltung nicht bestehender Verpflichtungen aus der Kernenergie entziehen darf", so Aigner. Auch CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs reagierte skeptisch auf die Aufspaltung des größten deutschen Stromkonzerns. Der Wirtschaftsexperte regte eine genaue Überprüfung an. "Ich will wissen, wie die Wirtschaftsprüfer die Werthaltigkeit der Rückstellungen sehen", sagte Fuchs zu "Focus". Da die Rückstellungen im Anlagevermögen stecken, sei zu befürchten, dass deren Wert in einigen Jahren sinke. Man müsse "sicherstellen, dass das Geld für die Nuklearentsorgung ausreicht", so Fuchs.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.