Politik
Stoiber gegen Ausgrenzung der AfD
GDN -
Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sich sich für eine offensive Auseinandersetzung mit der AfD aus. In einem Interview mit "Bild" (Montag) sagte Stoiber: "Die EU ist nicht heilig und muss jeden Tag von uns Europäern besser gemacht werden. Europa aber komplett in Frage zu stellen, führt in die Irre. Natürlich fordert die AfD alle etablierten Parteien heraus, auch und besonders die Union. Ignorieren bringt uns da nicht weiter. Ich habe von Anfang an eine harte inhaltliche Auseinandersetzung gefordert. Die AfD will den Leuten weismachen, sie könne mit ihrer `Zurück-zur-DM-Rhetorik` und ihren antieuropäischen Parolen den Wohlstand der Menschen sichern. Das ist ein Witz."
Wirtschaftspolitisch sei der Kurs der AfD kontraproduktiv, erklärte Stoiber gegenüber "Bild": "Deutsche Unternehmen, der deutsche Staat, haben offene Euro-Forderungen in Milliardenhöhe. Was ist dann mit denen? Die AfD-Programmatik sichert nicht das Geld, sondern sie macht die Menschen arm. Sie würde zu einer riesigen Geldvernichtung, zu einer Pleitewelle und zu Millionen Arbeitslosen führen. Und mit Wladimir Putin verhandelt dann Herr Lucke allein, ohne die lästige EU? Dann gute Nacht Deutschland."
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