Politik
Ex-Verfassungsrichter Di Fabio gegen Abschaffung des Inzestverbots
GDN -
Der frühere Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio hat den Vorschlag des Ethikrats kritisiert, das Inzestverbot abzuschaffen. "Es ist meines Erachtens wichtig, dass eine Gesellschaft mit dem Inzestverbot ein klares Signal zum Schutz minderjähriger Mädchen in Familien gibt", sagte Di Fabio dem Nachrichtenmagazin "Focus".
"Wer das Verbot aufhebt, muss sich auch über mögliche negative Konsequenzen im Klaren sein." Di Fabio hatte 2008 mitentschieden, dass der Gesetzgeber Inzest unter Strafe stellen darf, weil es wichtige Gründe wie Erbgutschäden gebe. Der Ethikrat hatte eine Ausnahme für getrennt aufgewachsene Geschwister gefordert. Di Fabio sagte, dem Gesetzgeber stehe frei, in Einzelfällen von Strafverfolgung abzusehen.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



