Politik
Berlin und Paris wollen Investitionsoffensive starten
GDN -
Deutschland und Frankreich wollen offenbar eine gemeinsame Investitionsoffensive starten, um die schwächelnde Konjunktur in Europa anzukurbeln. Das geht aus einem internen Papier der beiden Regierungen hervor, das beim Treffen der EU-Finanzminister am Samstag in Mailand diskutiert werden soll, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagsausgabe).
Konkret hätten Berlin und Paris den Markt für sogenannte Kreditverbriefungen im Visier, der während der Weltfinanzkrise zusammengebrochen war, jetzt aber als Geldquelle für die Wirtschaft wieder belebt werden soll. Dazu wollen beide Länder ein einerseits strenges, zugleich aber gut handhabbares, transparentes und europaweit einheitliches Regelwerk schaffen, das Banken zu Verbriefungen ermuntert, berichter die SZ weiter. Bei einer Verbriefung bündelt eine Bank Darlehen ihrer Kunden zu Paketen und verkauft sie in Form von Wertpapieren etwa an Investmentfonds weiter. Papiere dieser Art waren vor einigen Jahren in Misskredit geraten, weil sie die globale Finanzkrise mit ausgelöst und massiv befeuert hatten. Hintergrund der Initiative ist laut SZ die anhaltende Kreditknappheit in weiten Teilen Europas, die aus Sicht von Experten Investitionen behindere und ein höheres Wirtschaftswachstum verhindere.
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