Politik
AfD lehnt europäische Arbeitslosenversicherung ab
GDN -
Die Alternative für Deutschland (AfD) spricht sich gegen eine europäische Arbeitslosenversicherung aus, wie sie derzeit von Frankreich und Italien gefordert wird. Ein entsprechender Beschluss würde Deutschland "endgültig zum Zahlmeister der EU machen", sagte die AfD-Sprecherin Frauke Petry am Dienstag.
Es sei errechnet worden, dass eine Mehrbelastung von rund 30 Milliarden Euro jährlich auf die deutschen Steuerzahler zukommen würde. "Es ist nicht einzusehen, dass deutsche Steuerzahler für Italiener oder Franzosen in den ersten sechs Monaten ihrer Arbeitslosigkeit 40 Prozent von deren letztem Gehalt zahlen sollen", erklärte Petry mit Blick auf die Ausgestaltung der europäischen Arbeitslosenversicherung. Man brauche nicht noch eine Brüsseler Behörde, die weitere Kompetenzen an sich ziehe, die eigentlich bei den Mitgliedsstaaten lägen. Für die AfD-Sprecherin liegt die Lösung auf der Hand: "Die Südländer müssen raus aus dem Euro." Statt die unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten immer weiter aneinander zu ketten, müsse die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Staaten durch strukturelle Reformen erhöht werden, betonte Petry.
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