Politik

Schäu­b­le: Ho­lo­caust zu Be­stand­teil der In­te­gra­ti­ons­po­li

Konzentrationslager Auschwitz
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) for­dert, den Ho­lo­caust zu einem wich­ti­gen Be­stand­teil der In­te­gra­ti­ons­po­li­tik zu ma­chen. "Zur In­te­gra­ti­ons­po­li­tik in Deutsch­land und Eu­ro­pa ge­hört auch, die ge­schicht­li­che Er­fah­rung des Ho­lo­caust zu ver­mit­teln", sagte Schäuble der "Bild am Sonntag" mit Blick auf die jüngsten antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland und Europa.
Natürlich dürfe die israelische Politik kritisiert werden, der Mi­nis­ter ver­wies auf die be­son­de­re Ver­ant­wor­tung Deutsch­lands: "Ge­ra­de in der jet­zi­gen Aus­ein­an­der­set­zung, in der selbst Ägyp­ten Is­ra­el un­ter­stützt, warne ich vor allzu leicht­fer­ti­gen Ur­tei­len und Kom­men­ta­ren. Es ist Teil der deut­schen Staats­rä­son, dass wir unter kei­nen Um­stän­den An­ti­se­mi­tis­mus dul­den." Ju­den-Hass dürfe in Eu­ro­pa nie wie­der ge­sell­schafts­fä­hig wer­den: "Den ge­gen­wär­ti­gen An­ti­se­mi­tis­mus finde ich be­sorg­nis­er­re­gend. Nach der deut­schen Ka­ta­stro­phe darf es für An­ti­se­mi­tis­mus hier­zu­lan­de nie wie­der Platz geben."
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