Politik
Riexinger wirft Merkel "Duckmäusertum" in Spionageaffäre vor
GDN -
Angesichts der sich ausweitenden Spionageaffäre kritisiert der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger die Haltung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als "Duckmäusertum". Zudem fordert er schärfere Maßnahmen gegen die USA: "Wir brauchen eine neue Tonart und eine härtere Gangart. Die Bundesregierung sollte die Tätigkeit von CIA und NSA auf deutschem Boden formell für unerwünscht erklären", sagte der Linken-Chef im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).
Die USA hätten "die rote Linie längst überschritten", so Riexinger weiter. Die US-Geheimdienste behandelten "Europa wie ihren Hinterhof" und nutzten "die deutschen Dienste als Datenstaubsauger", sagte der Linken-Vorsitzende. Dies sei "das Ergebnis des atlantischen Duckmäusertums der Bundeskanzlerin", erklärte Riexinger. Er schlug eine Durchsuchung fraglicher Gebäude vor: "Die US-Einrichtungen, von denen aus die Spionage organisiert wird, müssen durchsucht werden, um diesem Treiben ein Ende zu setzen." Spione seien "keine Freunde", betonte Riexinger.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



