Politik
Studie: Betreuungsgeld erfüllt seinen Zweck nicht
GDN -
Das von der schwarz-gelben Koalition eingeführte Betreuungsgeld erfüllt seinen Zweck offenbar nicht. Das ist dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge das vorläufige Fazit einer umfangreichen Untersuchung der TU Dortmund und des Deutschen Jugendinstituts, gefördert durch das Bundesfamilienministerium.
Danach erweist sich das Betreuungsgeld als besonders attraktiv für Familien, "die eine geringe Erwerbsbeteiligung aufweisen, durch eine gewisse Bildungsferne gekennzeichnet sind und einen Migrationshintergrund haben". Die Reform, die Eltern mit einer Prämie belohnt, die ihre Kinder nicht in eine Krippe oder Kindertagesstätte schicken, unterlaufe damit die Bemühungen um Chancengerechtigkeit in Deutschland. Demnach nutzen vor allem solche Eltern lieber das Betreuungsgeld, deren Kinder eigentlich in den Kitas gefördert werden sollen, berichtet der "Spiegel". Die von der CSU erkämpfte Leistung lasse sich gemäß der Studie "als besonderer Anreiz für sozial eher benachteiligte Familien identifizieren, kein Angebot frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung zu nutzen". Deshalb, so der Schluss der Untersuchung, sei "das Betreuungsgeld bezogen auf Fragen der Chancengerechtigkeit kontraindiziert".
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