Politik
Forscher verteidigt Rechnung für die Kosten der deutschen Einheit
GDN -
Klaus Schröder, Professor an der Freien Universität Berlin, hat seine Rechnung für die Kosten der Deutschen Einheit verteidigt. Die zwei Billionen Euro ergäben sich aus allen Transfers, die seit 1990 aus der EU und den westdeutschen Bundesländern nach Ostdeutschland flossen sind, erläuterte Schröder in der F.A.Z. "Dazu zählen Sozialtransfers, wie zum Beispiel Renten, die etwa zur Hälfte über westdeutsche Beitrags- und Steuerzahler finanziert werden, aber auch Subventionen, Fördergelder und Mittel aus dem Länderfinanzausgleich", sagte Schröder weiter.
Am Wochenende hatte er die Summe aller Transferleistungen auf zwei Billionen Euro beziffert. Natürlich werde Geld aus denselben Gründen auch in Westdeutschland umverteilt. Wenn man die Frage, was die Wiedervereinigung "gekostet" habe, beantworten wolle, komme man dennoch auf diese Summe. "Ich bin absolut für die Wiedervereinigung und sage ganz klar, dass die geflossenen Transfers auch in der genannten Höhe moralisch und politisch berechtigt waren und sind", betonte Schröder angesichts der Kritik, mit der er konfrontiert wird.
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