Politik
CDU-Europapolitiker Winkler warnt vor Maßnahmen gegen Russland
GDN -
Der CDU-Europapolitiker Hermann Winkler warnt davor, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verschärfen. "Sanktionen schaden uns nur selbst und treffen vor allem die ostdeutsche Wirtschaft", sagte der Sprecher der ostdeutschen Abgeordneten im Europaparlament, der bei den Europawahlen als Spitzenkandidat der sächsischen CDU antritt, der Zeitschrift "Superillu".
Die Ukraine-Krise könne nur durch Kooperation mit Russland gelöst werden. Andernfalls brächen historisch gewachsene Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und ostdeutschen Betrieben weg, die dann von Wettbewerbern besetzt würden. Eine Politik der Konfrontation sei daher "blind gegenüber der Geschichte und taub gegenüber der anderen Seite". Vorwürfe erhob Winkler gegen die Vereinigten Staaten: Dass gerade die USA nach Verschärfungen der Sanktionen riefen, deute darauf hin, dass Washington wirtschaftliche Ziele verfolge. "Schließlich sind die USA seit dem Fracking-Boom auf dem Weg zu einem der größten Gasexporteure weltweit. Russland ist nun ein unliebsamer Konkurrent. Wir müssen aufhören, ein Diener der Amerikaner zu sein."
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