Politik

Trittin warnt vor wachsender Kriegsgefahr in der Ukraine

Jürgen Trittin
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin hat vor einer Eskalation der Ukraine-Krise gewarnt: "Die Kriegsgefahr wächst", sagte der ehemalige Parteichef der "Bild-Zeitung" (Samstag). Die Regierung in Kiew wolle offenbar "nicht weiter zusehen, wie ein Rathaus nach dem anderen von pro-russischen Wandertruppen eingenommen wird".
Daher sei es verständlich, wenn "ein Ring um die Stadt Slawjansk gezogen wird, die ukrainische Regierung versucht, auf ihrem Territorium die Kontrolle wieder zu erlangen". Ob dies klug sei, sei eine offene Frage. Bisher sei die ukrainische Regierung sehr zurückhaltend in dem Konflikt gewesen. Die Situation um die westlichen Geiseln - darunter die deutschen OSZE-Beobachter - hält Trittin für "extrem besorgniserregend". Vor dem Hintergrund der Kritik aus Moskau an dem Vorgehen der ukrainischen Armee sagte Trittin: "Moskau ist seiner Verpflichtung aus den Genfer Verhandlungen nicht nachgekommen - nämlich mäßigend auf die pro-russischen Kräfte in der Ukraine einzuwirken." Es habe "trotz mehrerer Vorstöße in Sachen der als Geiseln genommenen OSZE-Beobachter keine Bewegung" gegeben. Putin könne die ukrainische Offensive in Slawjansk "schlecht kritisieren: Man stelle sich vor, in einer russischen Stadt würde ein Rathaus von Separatisten besetzt - wie würde Putin da reagieren". Trittin, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, mahnte: "Es führt kein Weg aus dieser Krise als eine politische Lösung."
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