Politik
Autorin Alexijewitsch kritisiert Putin
GDN -
Svetlana Alexijewitsch, die aktuelle Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, übt in einem Beitrag für die F.A.Z. (Dienstagsausgabe) scharfe Kritik an Präsident Wladimir Putin und an der russischen Begeisterung über die Annexion der Krim. "Ich habe viele meiner russischen Freunde verloren", stellt die weißrussische Publizistin fest, denn wer nicht jubele, gelte in Russland als Volksfeind.
"Man hat das Gefühl, das Land befinde sich im Kriegszustand", schreibt Alexijewitsch, "alle wünschen sich neue Siege." Zugleich erhalte die Regierung Rückendeckung durch die orthodoxe Kirche und beseitige alle ihr nicht genehmen Informationsquellen. "Die Welt wird nie mehr die gleiche sein", schließt ihre Warnung: "Putin hat die Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde, in die Luft gesprengt." Die Schriftstellerin Svetlana Alexijewitsch erhielt im vergangenen Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschien ihr Buch "Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus".
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