Politik
Berechnung der Rentenversicherung: Rentenpaket zehrt Rücklagen auf
GDN -
Nach einer neuen Analyse der Rentenversicherung, die dem "Spiegel" vorliegt, zehrt das geplante Rentenpaket die Rücklagen der gesetzlichen Rentenkasse schon in naher Zukunft auf. Demnach wird die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage von in diesem Jahr noch 32,6 Milliarden Euro bis zum Ende der Legislaturperiode 2017 auf 20,2 Milliarden schrumpfen.
Schon 2021 dürfte sie mit 4,7 Milliarden Euro einen neuen Tiefpunkt erreichen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund äußert Kritik an der angestrebten Finanzierung höherer Mütterrenten aus der Beitragskasse. "Wir begrüßen das Rentenpaket – aber die falsche Finanzierung der Mütterrente macht uns große Sorge", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dem Magazin. Die Anerkennung der Erziehungsjahre müsse als gesamtgesellschaftliche Aufgabe aus Steuern bezahlt werden. "Der Rückgriff auf die Reserven der Rentenkasse zerstört den finanziellen Spielraum für Verbesserungen des Rentensystems, die dringend nötig sind." So wollten die Gewerkschaften weiterhin darauf drängen, das Sicherungsniveau auch für die jungen Generationen auf dem heutigen Niveau zu halten – anderenfalls würden künftige Rentner "massenhaft in Altersarmut" rutschen. "Deshalb brauchen wir noch in dieser Legislaturperiode einen Einstieg in eine weitsichtige Finanzierung", sagte Buntenbach.
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