Politik
CDU-Politiker weiter skeptisch gegenüber Entwicklung Griechenlands
GDN -
Die Kritiker des Griechenland-Rettungskurses in der CDU bleiben trotz positiver Bewertung der Bundesregierung skeptisch gegenüber de Entwicklung des Krisenstaats. Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), sagte der "Berliner Zeitung" (Freitagsausgabe): "Es wäre ein kleines Wunder, wenn sich Griechenland zukünftig aus eigener Kraft finanzieren könnte, ohne auf weitere Hilfen der Euro-Gemeinschaft angewiesen zu sein."
Ob dies möglich sei, werde man erst in einigen Jahren wissen. Die Entscheidung Griechenlands, sich erstmals seit Jahren wieder über Staatsanleihen Kapital zu beschaffen, sei noch nicht aussagekräftig. Es bleibe noch offen, ob das Land auch die Zinsen bezahlen könne. "Das Bemühen um privates Kapital ist auch ein Indiz dafür, dass Griechenland bei erneuter Hilfe der Euro-Gemeinschaft neue Auflagen befürchtet, weil die bisherigen Hilfsprogramme ja an strikte Sparmaßnahmen und Reformprogramme geknüpft waren", sagte Bosbach. Bundeskanzlerin Angela Merkel werde bei ihrem Besuch in Griechenland an diesem Freitag deutlich machen, dass der Reformprozess nötig sei. Ein drittes Hilfspaket für Griechenland lehnte Bosbach ab. Eine Krise, die durch Überschuldung entstanden sei, könne man nicht lösen, indem man die Schuldenlast des betroffenen Staates immer weiter erhöhe. Bosbach hatte mit mehreren anderen Unions- und FDP-Abgeordneten 2012 gegen das zweite Griechenland-Hilfspaket gestimmt.
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