Politik

Führende Außenpolitiker gegen Nato-Einsatz in der Ukraine

Britisches Kampfflugzeug Eurofighter Typhoon
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Angesichts der Zuspitzung in der Ost-Ukraine und tschechischen Rufen nach einem Nato-Einsatz haben führende deutsche Außenpolitiker zur Besonnenheit gemahnt. "Gerade in so einer zugespitzten Situation sollten sich alle ihrer Verantwortung bewusst sein und nicht zur Eskalation beitragen", sagte SPD-Außenexperte Niels Annen der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe).
Er reagierte damit auf den tschechischen Präsidenten Milos Zeman, der einen russischen Einmarsch in der Ost-Ukraine als Überschreiten einer "roten Linie" bezeichnet und für diesen Fall für den Einsatz von Nato-Soldaten auf ukrainischem Gebiet plädiert hatte. "Die aktuelle Entwicklung sollte kein Grund sein, militärische `rote Linien` aufzubauen, die Handlungsautomatismen in Gang setzen können", sagte Unions-Außenexperte Philipp Mißfelder (CDU) der Zeitung. Die Folgen wären unkalkulierbar. Auch Linken-Außenexperte Stefan Liebich warnte vor einer "Bankrotterklärung der Diplomatie" durch "rote Linien".
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