Politik

Gedenken an Genozid: Steinmeier erinnert an internationale Verantwortung

Frank-Walter Steinmeier
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat anlässlich der Gedenkstunde an den Völkermord in Ruanda im Bundestag an die Verantwortung der Völkergemeinschaft erinnert. "Die eine Lehre, die an einem Gedenktag wie heute am lautesten ertönt, heißt: Niemals wieder!", so Steinmeier am Freitag.
Dieses Versprechen sei schon einmal gegeben worden: "Das war 1948, nach dem Holocaust, als die Vereinten Nationen die Völkermord-Konvention beschlossen. Doch das Versprechen haben wir nicht halten können." Steinmeier beklagte das Versagen der internationalen Gemeinschaft, "als sie in Ruanda inmitten der Gewalt ihre Blauhelmsoldaten abzog." Auch heute seien die "Dämonen des Völkermords keineswegs gebannt". Deshalb dürfe man sich nicht der Ohnmacht oder der Gleichgültigkeit hingeben. Man dürfe "nicht nur anprangern, sondern das tun, was in unser Macht steht, um Völkermord zu verhindern!" In Ruanda waren zwischen April und Juli 1994 bis zu eine Million Menschen getötet worden.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.