Politik
Bericht: Ministerien prüfen höhere Altersgrenze für Mindestlohn
GDN -
Die Bundesministerien sollen laut eines "Spiegel"-Berichts prüfen, ob es beim gesetzlichen Mindestlohn eine höhere Altersgrenze als die von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geplante geben soll, nach der der Mindestlohn ab einem Alter von 18 Jahren gelten soll. So hätten es die Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Sigmar Gabriel (SPD) bei ihrem jüngsten Treffen beschlossen, heißt es in dem Bericht.
Insbesondere Vertreter der Arbeitgeber sowie des Wirtschaftsflügels der Union fordern eine höhere Altersgrenze von mindestens 21 Jahren, damit junge Menschen nicht verleitet würden, einen 8,50-Euro-Job anzunehmen statt eine schlechter bezahlte Ausbildung zu beginnen. In 21 EU-Mitgliedstaaten gibt es einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn: Nur in drei Staaten liegt die Altersgrenze über 18 Jahren. Arbeitsministerin Nahles erhielt von den drei Parteichefs weitere Aufträge: Sie soll die Zeitungsverleger auffordern, einen Vorschlag für jene Gebiete zu unterbreiten, in denen Probleme mit dem Mindestlohn für Zeitungsboten erwartet werden. Zudem soll sie eine Lösung für Erntehelfer finden. Zur Kontrolle des Mindestlohns will das Bundesfinanzministerium bis zu Tausend neue Stellen beim Zoll einrichten.
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