Politik

"Focus": Iran kauft weiter Rüstungsgüter in Deutschland

GDN - Trotz der Friedenssignale von Präsident Hassan Rohani beschafft sich der Iran offenbar weiterhin illegal Rüstungsgüter aus Deutschland. Dies geht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" aus der internen Statistik des Zollkriminalamts (ZKA) für 2013 hervor.
ZKA-Chef Norbert Drude sagte: "Mehr als 70 Prozent unserer Verfahren betreffen geplante oder durchgeführte Lieferungen in den Iran." Insgesamt führten Zollfahnder 128 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz, acht Fälle weniger als im Rekordjahr 2012. Der Iran umgehe das Embargo der westlichen Welt über ein komplexes Tarnfirmennetz, heißt es in dem Bericht. So ermittelt der Zoll in Hamburg "Focus" zufolge gegen deutsche Unternehmen, die über Banken in Hongkong, China, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten den Transfer von 14 Millionen Euro an eine iranische Schiffsfirma zu verschleiern suchten. Der Empfänger steht auf der Embargoliste. Wie "Focus" weiter erfuhr, ermittelt der Zoll aktuell auch gegen Firmen in Deutschland, die Lieferungen für die Herstellung chemischer Kampfstoffe in Syrien finanziert haben sollen.
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