Politik
Rentenstreit: Wirtschaftsflügel der Union verstärkt Druck auf Nahles
GDN -
Im Koalitionszwist um Änderungen an der Rente mit 63 hat der Wirtschaftsflügel der Union den Druck auf Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) verstärkt. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, Carsten Linnemann (CDU), sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", im Rentenpaket fehlten bislang Anreize, länger zu arbeiten.
So könne es nicht sein, dass Arbeitgeber bei der Beschäftigung von Rentnern weiterhin die Arbeitgeberanteile für die Renten- und Arbeitslosenversicherung abführen müssten, ohne, dass ihre Mitarbeiter dafür Ansprüche geltend machen könnten. "Wer keine Leistungen erhält, soll auch keine Beiträge entrichten", sagte Linnemann. "Es gibt noch eine weitere Hürde: Wenn Arbeitgeber und Mitarbeiter auch nach Erreichen des Rentenalters befristet weiter machen wollen, ist das rechtlich nicht möglich. Das muss geändert werden." Auch der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der Unionsfraktion, Christian von Stetten (CDU), forderte Änderungen am Rentenpaket. "Wir sind vertragstreu", sagte von Stetten dem Nachrichtenmagazin. "Aber der Generationenvertrag steht über dem Koalitionsvertrag."
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