Politik
Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt Wirtschaftssanktionen gegen Russland ab
GDN -
Während sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union in der Krim-Krise auf schärfere Sanktionen gegen Russland vorbereiten, lehnt eine Mehrheit der Deutschen ein solches Vorgehen ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, die der digitalen Tageszeitung "Handelsblatt Live" (Donnerstagmorgenausgabe) vorliegt.
Demnach glauben nur 24 Prozent der Bundesbürger, dass Wirtschaftssanktionen dazu beitragen können, die Krise zu lösen. 69 Prozent sind dagegen der Auffassung, dass Sanktionen nichts an der verfahrenen Situation ändern. Fast der gleiche Anteil der Befragten, 64 Prozent, befürchtet, dass der Konflikt für Deutschland negative Auswirkungen haben könnte. Nur 32 Prozent setzen dagegen darauf, dass die sich die Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland nicht auf die Bundesrepublik niederschlagen werden. Zudem ist mit 57 Prozent mehr als die Hälfte der Bundesbürger der Meinung, dass die alte Regierung in der Ukraine die Hauptschuld an der Eskalation trägt. Gespalten sind die Deutschen bei der Frage, ob die Krim-Krise zu einem Engpass in Deutschland bei der Versorgung mit Erdöl und Erdgas führen wird: 44 Prozent der Befragten erwarten eine Einschränkung der Rohstofflieferungen, 49 Prozent gehen von ungebremsten Öl- und Gasimporten nach Deutschland aus. Schließlich halten 64 Prozent der befragten Bundesbürger Russland nach wie vor für einen verlässlichen Erdgas- und Energielieferanten. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat zwischen dem 7. und 10. März 1.003 Bundesbürger befragt.
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