Politik

Finnland warnt vor Wirtschaftssanktionen gegen Russland

GDN - Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen hat die EU davor gewarnt, Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verhängen. "Sanktionen würden sich sehr negativ auf unsere Wirtschaft auswirken, denn Russland ist für uns ein wichtiger Handelspartner", sagte Urpulainen in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).
Wenn die EU Russen die Einreise verweigere und deren Konten sperre, wären Tourismus und Exporte in Finnland unmittelbar davon betroffen. "Weitergehende Sanktionen wie Import- oder Exportverbote würden das Wirtschaftswachstum ernsthaft bedrohen, nicht nur in Finnland, sondern in der gesamten Euro-Zone", warnte Urpilainen. Die EU müsse deshalb alles dafür tun, um den Dialog zwischen Russland und der Ukraine in Gang zu bringen. Die Ministerin sprach sich zudem dagegen aus, der Ukraine schnell und bedingungslos Finanzhilfen zu gewähren. "Die Ukraine muss sich erst zu Wirtschaftsreformen verpflichten und einen entsprechenden Vertrag mit dem Internationalen Währungsfonds unterzeichnen", forderte Urpulainen. Die EU-Regierungschefs hatten der Ukraine bei einem Sondergipfel vergangene Woche Finanzhilfen von elf Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Zugleich hatten sie einen Drei-Stufenplan für mögliche Sanktionen gegen Russland beschlossen.
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