Politik
Neue Bundesländer wollen höhere Mütterrente für ostdeutsche Frauen
GDN -
Mehrere neue Bundesländer wollen eine Gleichstellung ostdeutscher Frauen bei der sogenannten Mütterrente durch setzen. "Eine unterschiedliche Bewertung einer Erziehungsleistung nach der geografischen Herkunft ist den Betroffenen nicht mehr zu vermitteln", heißt es in einem Antrag, den die Thüringer Landesregierung am Freitag in den Bundesrat einbringen will, berichtet der "Spiegel".
Unterstützt wird die Initiative demnach von Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Von Juli an will die Große Koalition die Mütterrente für jene Eltern erhöhen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Pro Kind sollen sie im Westen rund 28 Euro monatlich mehr erhalten, im Osten aber nur knapp 26 Euro. Grund ist das unterschiedliche Rentenrecht. "Es darf für die Höhe der Rente keine Rolle spielen, ob man seine Kinder in Ost oder West großgezogen hat", sagte Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) dazu. Nach Schätzungen des Bundesarbeitsministeriums würde die geforderte Angleichung 400 Millionen Euro zusätzlich kosten.
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