Politik
Timoschenko wirft USA und Europa mangelnde Geschlossenheit vor
GDN -
Die ukrainische Politikerin Julia Timoschenko hat den USA und Europa beim Konflikt mit Russland mangelnde Geschlossenheit vorgeworfen. "Es ist wichtig, dass die EU und die USA einen Konsens finden, wie sie mit Russland umgehen wollen", sagte Timoschenko in einem Interview mit der "Bild-Zeitung" (Freitagsausgabe).
"In den vergangenen Tagen haben wir sehr viele unterschiedliche Meinungen gehört, wie mit der Krise umzugehen ist. Der Westen muss Einigkeit und Solidarität mit den Ukrainern zeigen, die die territoriale Integrität ihres Landes verteidigen." Es müsse Putin deutlich gemacht werden, dass "eine rote Linie" überschritten sei. Timoschenko sprach sich gegen die Unabhängigkeit der Krim aus. In der "Bild-Zeitung" sagte sie weiter: "Wenn sie Teile ihres Landes abgeben, spalten sich möglicherweise weitere ab, das ist gefährlich. Es sieht so aus, dass diese Destabilisierung Russlands Strategie ist", so die Politikerin. Die Ukraine sei ein unabhängiges und souveränes Land, und das müsse akzeptiert werden. "Nur ein Beispiel: Was würde Deutschland denn tun, wenn Sachsen oder Bayern plötzlich erklären, sie sind nicht mehr länger Teil von Deutschland? Würde die Regierung und würden die Menschen das akzeptieren? Oder was würde passieren, wenn Russland erklärt, dass Teile der baltischen Staaten zu Russland gehören, weil dort auch russisch gesprochen wird? Das ist gegen internationales Recht!"
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