Politik

Kujat warnt vor weiterer Zuspitzung des Konflikts mit Russland

GDN - Der frühere Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Harald Kujat, hat den Westen davor gewarnt, den Konflikt mit Russland weiter zuzuspitzen. "Eine militärische Eskalation wäre für den Westen weder sinnvoll noch erfolgversprechend", sagte er im Interview mit dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).
Russland sei in der Ukraine in einer "strategisch wesentlich besseren Lage": Moskau haben starke Kräfte in der Region und sei entschlossener als Europäer und Amerikaner, seine Interessen durchzusetzen. Kujat, der von 2002 bis 2005 dem höchsten militärischem Nato-Gremium vorstand, warnte auch vor Drohgebärden. "Wenn die Nato Russland mit militärischen Konsequenzen droht, muss sie auch zum Krieg bereit sein. Sonst bleibt die Drohung wirkungslos", sagte er. Um die gefährliche Lage zu entschärfen, müsse sich die Nato auf Russland zubewegen, sagte Kujat. Vor allem müssten sie die Aufnahme der Ukraine in das Bündnis ausschließen: "Ein Assoziierungsabkommen mit der EU ist für Russland vielleicht akzeptabel, ein Vorrücken der Nato bis an die Grenze ist es nicht."
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