Politik
Fall Edathy: Ex-Minister Friedrich äußert sich versöhnlich zu Gabriel
GDN -
Der zurückgetretene Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich versöhnlich zur Rolle von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel in der Edathy-Affäre geäußert. Er hege keinen Groll gegen Gabriel, betonte Friedrich im Nachrichtenmagazin "Focus".
"Ich glaube, dass es Gabriel sehr leid tut, wie es mir ergangen ist", sagte er. "Gabriel weiß, dass ich dazu beitragen wollte, das Zustandekommen der neuen Koalition nicht zu erschweren. Er weiß auch, dass ich nie Recht brechen wollte." Gabriel hat derweil sein Bedauern über den Rücktritt von Friedrich geäußert. "Herr Friedrich wollte ja Schaden verhüten", sagte er gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Man muss sich heute nur vorstellen, er wäre im Rahmen der Fraktions- oder Regierungsbildung in eine höheres Amt gekommen, weil Herr Friedrich seine Informationen für sich behalten hat", so Gabriel weiter. Für diese Entscheidung zahle Friedrich nun einen "verdammt hohen Preis". Friedrich hatte am Freitagabend seinen Rücktritt angeboten, nachdem er wegen Ermittlungen gegen den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy unter Druck geraten. Der CSU-Politiker hatte offenbar bereits im Oktober den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel darüber informiert, dass Edathys Name im Zusammenhang mit internationalen Ermittlungen auf einer Namensliste aufgetaucht sei.
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