Politik
Seehofer will Energiewende neu verhandeln
GDN -
Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer will entscheidende Punkte der Energiewende neu verhandeln. Der "Bild-Zeitung" (Samstagausgabe) sagte Seehofer: "Ich erwarte, dass die Eckpunkte der Energiewende zum Beispiel beim Thema Netzausbau mit Blick auf die Versorgungssicherheit und die Kosten für die Bürger nochmal überprüft werden. Da kann man nicht einfach sagen: Einmal beschlossen, immer beschlossen."
Er wolle die Energiewende keineswegs behindern, erklärte der CSU-Vorsitzende: "Ganz im Gegenteil. Bayern ist das Musterland bei der Umsetzung der Energiewende. Wir werden die Zielmarke des Bundes für 2020 schon in diesem Jahr erreichen und ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen." Kritik aus der EU und der SPD an seinem Kurs wies Seehofer zurück: "Wir Bayern brauchen keine Belehrung von irgendjemand." Keiner könne sich "sich mit uns messen, der selber seine Hausaufgaben bei der Energiewende noch nicht gemacht hat. Ich möchte aber, dass die großen Stromtrassen nach Bayern noch einmal auf ihre Notwendigkeit und auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden. Das Geschwätz, das dazu eingesetzt hat von EU-Kommissar Oettinger und anderen Ortsunkundigen, wird an dieser bayerischen Forderung nichts ändern", sagte Seehofer der "Bild-Zeitung".
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