Politik

Entwicklungsminister will Zusammenarbeit mit China wieder aufnehmen

Gerd Müller
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die Entscheidung seines Vorgängers Dirk Niebel (FDP) zurückgenommen, die Entwicklungshilfe für China komplett zu streichen. "Wir bleiben in Schwellenländern wie Indien, China und Brasilien aktiv", sagte Müller der "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe).
Es gehe aber nicht mehr um die typische Entwicklungshilfe. "Vielmehr streben wir Kooperationen an, etwa im Hochschulbereich." Dabei solle beispielsweise der Austausch von Studenten und Wissenschaftlern gefördert werden. Als mögliche Bereiche der Zusammenarbeit nannte er die Gesundheits- und Agrarforschung. "Der Schutz von Umwelt und Klima wird ohne die Schwellenländer schlicht nicht möglich sein. Da liegt unser zentrales Interesse." Müller sprach sich zugleich dafür aus, die Milliarden-Einnahmen aus der geplante Finanztransaktionssteuer für die Entwicklungshilfe zu verwenden. "Wenn 20 Prozent der Weltbevölkerung 80 Prozent des Wohlstandes konsumieren und 80 Prozent des ökologischen Fußabdrucks zu verantworten haben, dann ist unstrittig, dass wir im Westen von der Globalisierung enorm profitieren, zulasten anderer. Hier muss es eine Trendwende geben."
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.