Politik
EU-Kommission will Bio-Produkte strenger regulieren
GDN -
Die EU-Kommission will die gesetzlichen Regeln für die Produktion und Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Bio-Produkte verschärfen. Das geht aus dem Entwurf für eine neue EU-Verordnung hervor, die dem "Spiegel" vorliegt.
"Standards, die nicht glaubwürdig sind, können langfristig das Vertrauen der Verbraucher gefährden und zu einem Zusammenbruch des Marktes führen", schreibt die Kommission. Die bestehenden Regeln würden "durch Ausnahmen und unklare Bestimmungen weichgespült", heißt es in einem Begleitdokument. Die Ausnahmen würden "von einigen Mitgliedsländern missbraucht", so die EU-Kommission weiter. Die neuen Regeln sehen vor, dass Bauernhöfe nicht mehr konventionelle Landwirtschaft und Bio-Anbau gleichzeitig betreiben dürfen. Auch sollen die Kontrollen auf Groß- und Einzelhändler sowie Subunternehmer ausgeweitet werden. Waren bislang Rückstände von Pestiziden nicht auszuschließen, müssen Produzenten künftig garantieren, dass der Pestizidanteil nicht höher ist als in Babynahrungsmitteln. Sollten die Regeln nicht verschärft werden, würden unerlaubte Substanzen zunehmend zu einem Problem werden, warnt die EU-Kommission.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.



