Politik

Mindestlohn: NGG-Chefin will Jobverluste "in Kauf nehmen"

Euroscheine
(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - Die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Michaela Rosenberger, hält die geplante Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns für wichtiger als den Erhalt von Arbeitsplätzen: "Das muss man in Kauf nehmen", sagte Rosenberger der "Welt am Sonntag" (5. Januar 2014) auf die Frage, ob eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro nicht gerade in ihrer Branche im Osten viele Jobs vernichten würde. "Ich bin nicht dazu da, den Arbeitgebern deren Geschäftsmodell zu entwerfen, sondern dazu, dass die Menschen, die arbeiten, am Ende des Monats ihre Miete bezahlen können", so Rosenberger weiter.
Verantwortung für das Verschwinden von Arbeitsplätzen würde Rosenberger nicht übernehmen: "Warum?", fragte die NGG-Chefin. "Geschäftsmodelle, die darauf beruhen, dass möglichst wenig gezahlt wird, sind schlecht." Rosenberger, ist im November zur Vorsitzenden der NGG gewählt worden. Zuvor war sie zehn Jahre lang stellvertretende Vorsitzende.
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von GDN können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.