Politik

Juso-Chefin fordert mehr Distanz zur Union

GDN - Vor dem Hintergrund des Koalitionsgerangels um Mindestlohn und Armutszuwanderung dringen die Jungsozialisten auf eine stärkere Abgrenzung der SPD von der Union. "Wir müssen unsere Eigenständigkeit betonen und dafür kämpfen, dass die Politik möglichst sozialdemokratisch wird", sagte die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann der ?"Frankfurter Rundschau"? (Silvesterausgabe).
Im übrigen dürfe ihre Partei die Zukunftsperspektive nicht aus den Augen verlieren: "Die heißt Rot-Rot-Grün. Daran muss gearbeitet werden." Die Jungsozialisten hatten sich Anfang Dezember gegen eine Koalition von Union und SPD ausgesprochen. Uekermann erneuerte ihre Einwände: "Es wächst zusammen, was eigentlich nicht zusammengehört." Doch hätte die Mehrheit beim Mitgliedervotum anders entschieden. "Die Jusos werden das als kritische Stimme begleiten." Angesichts der schwarz-grünen Koalition in Hessen sei es nun aber umso wichtiger, das rot-rot-grüne Projekt im Bund für 2017 vorzubereiten: Die drei Parteien müssten sich zusammensetzen "und ausloten, wo die Differenzen sind und wo wir gemeinsam hinwollen", sagte Uekermann der "Frankfurter Rundschau": "Ich hoffe sehr, dass das von allen drei Parteien angegangen wird."
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